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27.01.2005

Der Harte-Zeiten-Effekt

An chronisches Elend kann der menschliche Organismus sich wohl gewöhnen, aber 1991, als die Verhältnisse im Osten Deutschlands sich rapide verschlechterten, wurden vorübergehend weniger Jungen geboren

Von Eva Tenzer
In harten Zeiten kommt weniger männlicher Nachwuchs zur Welt. Das beobachten Tierforscher schon seit längerem: Bei Herdentieren verschiebt sich das Geburtenverhältnis in Zeiten von Nahrungsmangel oder Dürre zugunsten der weiblichen Nachkommen. Der soziale, respektive körperliche Streß könnte bewirken, daß die Natur in solchen Situationen weiblichen Nachwuchs bevorzugt, vermuten Wissenschaftler. Dieser Harte-Zeiten-Effekt zeigt sich wohl auch in menschlichen Gesellsc...

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