25.01.2005
Nächtliche Schreie
Die Eigentümer sind die alten: Eine Verfolgte des Naziregimes soll ihre Wohnung in einer ehemaligen SS-Siedlung in Berlin räumen
Von Antonín Dick
Am 17. Januar, zehn Tage vor dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, warf der Vermieter die fristlose Kündigung des Mietvertrages in den Briefkasten von Dora Dick, meiner Mutter: Räumung der Wohnung innerhalb von vier Tagen. Begründung: nächtliche Schreie, Verunreinigungen vor der Wohnungstür. Meine Mutter ist 93 Jahre alt und Überlebende des Holocaust, was auch dem Vermieter bekannt ist.
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In England war meine Mutter neben Stefan...
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