22.09.2025
Österreichische Nachkriegsliteratur
Ganz ohne Bindungen
Aus Anlass ihrer Wiederentdeckung: Leben und Werk der österreichischen Schrift-stellerin, Bibliothekarin und Widerstandskämpferin Doris Brehm (Teil 2 und Schluss)
Von Erich Hackl
Unter dem Eindruck der Geheimrede Nikita Chruschtschows auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 und des von Sowjettruppen niedergeschlagenen Ungarn-Aufstands verließ Doris Brehm im Frühjahr 1957 die KPÖ, verlor damit auch ihre Lektorenstelle und eröffnete wieder eine Leihbibliothek, diesmal in der Unteren Augartenstraße im 2. Wiener Gemeindebezirk. Noch Anfang Dezember 1956 hatte sie im Tagebuch die »Antwort an eine englische Freundin, die vorige Woche aus der KP ausg...
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