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Onlineschlagabtausch zwischen Medwedew und Trump

Foto: Ekaterina Shtukina/Sputnik Pool/AP/dpa
Betätigt sich inzwischen als reichweitenstarker Haudegen in sozialen Medien: Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew (Gorki, 23.12.2024)

Moskau. Die verbale Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem früheren russischen Staatschef Dmitri Medwedew geht in die nächste Runde. »Wenn irgendwelche Worte eines russischen Expräsidenten eine so nervöse Reaktion beim sonst so mächtigen US-Präsidenten hervorrufen, dann heißt das: Russland hat in allem recht und setzt seinen Weg fort«, schrieb Medwedew am Donnerstag auf Telegram. Zwischen den beiden Politikern hat sich in den vergangenen Tagen ein reger verbaler Schlagabtausch entwickelt. Ausgangspunkt war Trumps neues Ultimatum, bei dem er die Frist für eine Waffenruhe oder einen Frieden zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine auf zehn Tage verkürzte und russischen Handelspartnern mit Sanktionen drohte. Jedes Ultimatum sei eine Drohung und ein Schritt zum Krieg, schrieb daraufhin Medwedew auf X. Auf eine anschließende Drohung des Senators Lindsey Graham antwortete Medwedew mit dem Hinweis, dass es weder dessen noch Trumps Sache sei, zu diktieren, wann man sich an den Verhandlungstisch setze. Russland sei nicht Israel oder der Iran.

Trump erklärte am Mittwoch, er wolle Indien auch wegen seiner Handelsbeziehungen mit Russland mindestens 25 Prozent Zölle und eine »Strafe« aufbrummen und nannte beide Volkswirtschaften tot. Medwedew warnte er zugleich, dass er sich mit seinen Äußerungen auf »gefährlichem Terrain« bewege. Medwedew legte nun nach. Trump solle sich an die Gefährlichkeit von Zombies erinnern, wenn er über den Tod der indischen und russischen Wirtschaft philosophiere, schrieb der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates Russlands. (dpa/jW)

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Erschienen am 01.08.2025, Ausland

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