20.12.2004
Taschenbücher
Helmut Höge, Wanderer in vielen wissenschaftlichen Welten, gewährt anläßlich des Erscheinens seines Essaybandes »Neurosibirsk« einen Blick in seine Aktentasche
Von Wladimir Kaminer
Den Verfasser des Buches »Neurosibirsk« habe ich im Herbst 1998 in Berlin Prenzlauer Berg kennengelernt, das damals als Künstlerbezirk galt – das war vor dem Babyboom und der Schwabeninvasion. In den neunziger Jahren galt der Bezirk noch als ein Bollwerk der postsozialistischen Aufklärung. Jeder Mann war ein eingetragener Verein, unrasiert, aber gemeinnützig. In jeder zweiten Kneipe fanden irgendwelche Kulturveranstaltungen statt, über die proletarische Selbstverwal...
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