-
28.04.2025
- → Ausland
Türkei setzt Opposition unter Druck
Istanbul. Unter Berufung auf ein laufendes Korruptionsverfahren gegen den verhafteten Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu haben die türkischen Behörden in der vergangenen Woche Dutzende Menschen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul teilte am Sonnabend mit, sie habe Haftbefehle gegen 53 Menschen erlassen, 47 seien festgenommen worden. İmamoğlus oppositionelle CHP-Partei wertete die Festnahmen als Vorwand, um den Widerstand gegen ein von Präsident Recep Tayyip Erdoğan unterstütztes Kanalprojekt zu brechen, das westlich des Bosporus das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbinden soll. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!