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Organisierte Kriminalität

Anschläge auf Gefängnisse in Frankreich

Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa
Die Hintergründe werden noch zu klären sein: Auch das Gefängnis von Villepinte wurde angegriffen (Archivfoto vom 13.4.2017)

Paris/Toulon. Auf mehrere Gefängnisse in Frankreich sind in der Nacht Brandanschläge und Angriffe mit Schusswaffen verübt worden. Mindestens sechs Haftanstalten seien dabei zum Ziel geworden. Dabei seien Autos in Brand gesetzt und Schüsse aus automatischen Waffen abgefeuert worden, sagte Justizminister Gérald Darmanin. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, teilte der Minister beim Besuch des mit Kalaschnikow-Sturmgewehren beschossenen Gefängnisses von Toulon in Südfrankreich mit. Von Verletzten war nicht die Rede.

Der Minister vermutet hinter den Anschlägen eine koordinierte Reaktion der organisierten Drogenkriminalität, der Frankreich auf verschiedenen Fronten den Kampf angesagt hat. Es habe zuvor Drohungen gegen zwei Gefängnisstandorte gegeben, an denen Hochsicherheitsgefängnisse für verurteilte Drogenbosse eingerichtet werden sollen, sagte Darmanin. Betroffen von den Attacken waren auch Gefängnisse in Valence, Nanterre und Villepinte, wie der Justizminister sagte. Dort seien Autos des Gefängnispersonals in Brand gesetzt worden und es habe Bedrohungen an ihren vermuteten Wohnungen gegeben.

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Der Justizminister hatte kürzlich den Bau von Hochsicherheitsgefängnissen angekündigt, in dem alle verurteilten schweren Drogenkriminellen Frankreichs untergebracht werden sollen. (dpa/jW)

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Erschienen am 16.04.2025, Ausland

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