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Weltdokumentenerbe

Was würde Harich sagen?

Der Nachlass von Friedrich Nietzsche (1844–1900) aus dem Bestand der Klassik-Stiftung Weimar ist von der UNESCO in das internationale Register »Memory of the World« aufgenommen worden. Die zum Weltdokumentenerbe erklärten Manuskripte, Notizen, Briefe und Bücher des Philosophen befinden sich im Goethe- und Schiller-Archiv und der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, wie die Klassik-Stiftung Weimar am Freitag mitteilte. Wir können uns nur ausmalen, was der 1995 verstorbene marxistische Philosoph Wolfgang Harich dazu gesagt hätte, der bei der Volkspolizei Anzeige erstatten wollte, als er eine Nietzsche-Ausgabe in der Auslage einer DDR-Buchhaltung sah …

Auch die ersten Röntgenaufnahmen der Geschichte gehören fortan zum Weltdokumentenerbe. Das teilte die Deutsche UNESCO-Kommission mit. Neben den vom Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845–1923) angefertigten Bildern wurden auch eine Münchner Handschrift des Babylonischen Talmuds, eine der bedeutendsten Schriften des Judentums, in das Register aufgenommen. Das Weltdokumentenerbe umfasst Buchbestände, Handschriften, Partituren sowie Bild-, Ton- und Filmaufnahmen von herausragendem Wert für die Geschichte der Menschheit. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2025, Seite 11, Feuilleton

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 11. Apr. 2025 um 22:28 Uhr
    Harich würde sagen: Wenn du zu Merz gehst, vergiss die Peitsche nicht!
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