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12.04.2025
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Aus Liebe zur Blockflöte
Singen, Klavier, Schlagzeug oder irgendein anderes Instrument spielen – das liegt einer Umfrage zufolge im Trend. Rund 16,3 Millionen Menschen machen in ihrer Freizeit Musik, zwei Millionen mehr als 2020, berichtete das Deutsche Musikinformationszentrum am Donnerstag und berief sich auf eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Für die repräsentative Untersuchung wurden 1.190 Menschen ab 16 Jahren befragt. 81 Prozent der Freizeitmusikanten gaben an, ein Instrument zu spielen, 41 Prozent zu singen. Etwa jede fünfte Person macht beides.
Die Ergebnisse legten nahe, dass viele Menschen nach oder während der Coronajahre das Musizieren für sich entdeckt oder ihr musikalisches Hobby wieder aufgegriffen haben, sagt Studienleiter Michael Sommer. Die Hitliste der Instrumente bei Kindern: Klavier (24 Prozent), gefolgt von Blockflöte (19 Prozent) und schließlich Gitarre (18 Prozent). Außerdem nennt die Studie auch Keyboard oder Schlagzeug. Die Älteren ab 16 Jahren wählen ebenfalls gerne Gitarre (28 Prozent) und Klavier (24 Prozent). Die Blockflöte begeistert in dieser Altersgruppe nur neun Prozent, ebenso wie das Akkordeon. An die Violine trauen sich drei Prozent, an Klarinette oder Saxofon nur ein Prozent. Sechs Prozent gaben an, digital zu musizieren, zum Beispiel am Computer.
Besonders aktiv sind der Studie zufolge Kinder zwischen sechs und 15 Jahren sowie Menschen über 30 Jahre. Gravierend sind dabei soziale Unterschiede. Leute mit höherem gesellschaftlichen Status und entsprechenden Bildungsabschlüssen musizieren demnach häufiger. Eine Rolle dürften auch hohe Kosten für Musikunterricht spielen. Eltern gaben nach Angaben des Zentrums im Schnitt 536 Euro pro Jahr für das Hobby ihrer Kinder aus. 14 Prozent zahlten sogar mehr als 1.000 Euro jährlich. (dpa/jW)
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