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Weniger Asylanträge in der EU

Valetta. Die Zahl der Asylanträge in der EU sowie in Norwegen und in der Schweiz ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen: Insgesamt wurden in den 29 Ländern 1.014.000 Anträge registriert – genau 100.000 weniger als im Jahr zuvor. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht der EU-Agentur EUAA mit Sitz in Malta hervor. Grund dafür ist vor allem, dass es in Deutschland weniger neue Asylsuchende gab. Während die Zahl der Asylgesuche in anderen großen EU-Staaten nahezu gleich blieben, gingen sie hierzulande um 30 Prozent zurück. Dies entspricht einem Minus von 92.000 Anträgen. Seit Oktober 2023 hatte die Ampelregierung unter Innenministerin Nancy Faeser (SPD) die Grenzkontrollen kontinuierlich verschärft. Zudem wurde die Praxis der Zurückweisung an den Grenzen, etwa wenn zuvor eine Einreisesperre verhängt wurde oder jemand kein Asylgesuch vorbrachte, ausgeweitet. Der Prozentsatz der Fälle, in denen Schutzsuchende tatsächlich auch Asyl bekamen, war laut dem Bericht mit 42 Prozent in etwa so hoch wie bisher. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.03.2025, Seite 7, Ausland

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