16.01.2025
Kino
Die touristische Konstellation
New Yorker Stadtneurotiker in Polen auf der Suche nach jüdischer Geschichte: Jesse Eisenbergs zweiter Spielfilm »A Real Pain«
Von Holger Römers
Das Adjektiv im Filmtitel »A Real Pain« wirkt zugleich bekräftigend und fragwürdig. Wenn es »wirklichen« Schmerz gibt, gibt es auch anderen. Entsprechend skeptisch pflegte Jesse Eisenberg, der 1983 in eine säkular jüdische Familie geboren wurde, nach eigenen Angaben seine Sorgen und Nöte zu betrachten: »Wie kann ich mich wegen meines kleinen Lebens schlecht fühlen«, so habe er sich zunehmend schuldbewusst gefragt, »wenn ich von Überlebenden eines globalen Horrors ab...
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