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Beschränkung der freien Arztwahl gefordert

Berlin. Angesichts fehlender Hausärzte fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, eine Beschränkung der freien Arztwahl. Statt dessen sollten Patienten sich bei einer Hausarztpraxis einschreiben, die dann die Koordinierung der Weiterbehandlung durch Fachärzte übernehme, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). All jene, die dennoch weiterhin die völlig freie Arztwahl in Anspruch nehmen wollen, sollten dann einen höheren Kassenbeitrag oder eine Praxisgebühr bezahlen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2025, Seite 5, Inland

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 3. Jan. 2025 um 22:16 Uhr
    Wie soll ich mich bei einem Hausarzt einschreiben, wenn keiner da ist, mit dem ich kann? Oder meint der Reinhardt, dass ich zuerst zum Hausarzt und dann zum Facharzt soll? Ich Depp also so blöd bin und mit einem Knochenbruch zum Proktologen gehe? Mit der »freien Arztwahl« ist es eh nicht so weit her: Da erlebt man regelmäßig, dass keine neuen Patienten »wegen Überlastung« angenommen werden – auch im Fall einer Überweisung durch die Hausärztin. Interessant, welche quacksalberischen Schwachköpfe rumschwafeln dürfen.
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