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Anklage: Versklavung von Jesidinnen

Karlsruhe. Weil es schwere sexuelle Gewalt gegen zwei junge jesidische Mädchen verübt und sie als Sklavinnen gehalten haben soll, wird ein irakisches Ehepaar voraussichtlich bald vor dem Oberlandesgericht München stehen. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe erhob vor dem Staatsschutzsenat Anklage gegen den Mann und die Frau wegen Versklavung, Folter und Kriegsverbrechen. Außerdem sind sie des Völkermordes und der Mitgliedschaft in der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) dringend verdächtig, wie die oberste deutsche Anklagebehörde mitteilte. Die beiden Beschuldigten waren am 9. April in Bayern festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2024, Seite 4, Inland

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