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Archäologie

Gebote der Stunde

Eine rund 1.500 Jahre alte Steintafel mit den Zehn Geboten ist in New York für 5,04 Millionen US-Dollar (4,81 Millionen Euro) versteigert worden. Es handelt sich laut Angaben des Versteigerers um die einzige bekannte komplett erhaltene Steintafel mit den Geboten aus dieser Zeit. Auf dem etwa 60 Zentimeter hohen und 50 Kilogramm schweren Stück Marmor sind in althebräischer Schrift die Ge- und Verbote eingemeißelt. Die Tafel enthält nicht das Gebot, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen, was laut Angaben des Auktionshauses ein Versäumnis des Steinhauers gewesen sein könnte. Entdeckt wurde der Stein 1913 beim Eisenbahnbau im Süden des heutigen Israels. Lange wurde die Bedeutung allerdings nicht erkannt – der Stein wurde am Eingang eines Hauses eingemauert, mit der Schriftseite nach oben, so dass viele Menschen darüber liefen. Erst in den 1940er Jahren entdeckten Wissenschaftler, worum es sich bei der Tafel handelte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2024, Seite 11, Feuilleton

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 20. Dez. 2024 um 00:03 Uhr
    1913 im Süden Israels? Beteiligt sich die jW inzwischen auch an der Geschichtsklitterung?
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