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Offenbar »Zwischenfall« in der Ostsee

Brüssel. In der Ostsee soll es zu einem »Zwischenfall« zwischen einem Hubschrauber der Bundeswehr und einem »russischen Schiff« gekommen sein. Die Besatzung des russischen Schiffes habe mit Signalmunition geschossen, verbreitete dpa am Mittwoch unter Verweis auf ungenannte Quellen in Brüssel. Der Hubschrauber sei zur »Aufklärung« unterwegs gewesen; warum und wie weit er sich dem Schiff genähert hat, blieb unklar. Zuvor hatte Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) den Vorfall am Rande eines NATO-Treffens in Brüssel kurz erwähnt. Details nannte sie nicht. Baerbock kündigte dabei auch an, dass die Überwachung von Pipelines und Datenkabeln in der Ostsee verstärkt werden soll. Grund sei die angebliche Zunahme von sogenannten hybriden Angriffen, die von Russland und seinen Verbündeten ausgingen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2024, Seite 1, Inland

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 4. Dez. 2024 um 21:00 Uhr
    Es hat also ein paar Tage gedauert, dann hat es geschnackelt: Die Rezepte aus »Geeint in ein neues Zeitalter« (25.11.2020) werden umgesetzt. Die Rückkehr der systemischen Rivalität und der Anstieg globaler Bedrohungen werden vom Wertewesten vorangebracht. Das »Konzept Nordstream« wird diversifiziert und reproduziert: »Wenn du in der Lage bist, alle zu täuschen, wirst du immer siegen.« (Sun Tzu). Die Ostsee wird bald ein reines NATO-Binnenmeer sein, (fast) jeder Kapitän wird damit rechnen müssen, dass sein Kahn gefilzt wird. So sieht nämlich die Zukunft der freien Schifffahrt gemäß den Vorstellungen des Wertewestens aus.
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