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Fall Dramé: Staatsanwalt fordert Freispruch

Dortmund. Im Prozess um tödliche Polizeischüsse auf einen 16jährigen in Dortmund hat sich die Staatsanwaltschaft für einen Freispruch des angeklagten Beamten ausgesprochen. Wie auch seine mitangeklagten Kollegen habe er fälschlicherweise angenommen, einen gefährlichen Angriff abwehren zu müssen, behauptete die Staatsanwaltschaft am Montag in einem zweistündigen Plädoyer vor dem Landgericht. Deshalb trage er keine Schuld für den Tod von Mouhamed Dramé im August 2022. Zum Auftakt des Prozesses vor knapp einem Jahr war der Beamte wegen Totschlags angeklagt worden, seine Kollegen wegen gefährlicher Körperverletzung durch den unrechtmäßigen Einsatz von Tasern und Pfefferspray. Nur für den Dienstgruppenführer forderte die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten. Er hatte angeordnet, Dramé mit Pfefferspray zu besprühen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.12.2024, Seite 1, Inland

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