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20.11.20241 Leserbrief
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Pistorius: Beschädigtes Kabel war »Sabotage«
Berlin. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geht davon aus, dass die Unterbrechung von Unterwassertelefonkabeln unter anderem zwischen der BRD und Finnland auf »Sabotage« zurückzuführen ist. »Niemand glaubt, dass diese Kabel aus Versehen durchtrennt worden sind«, sagte Pistorius am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel am Dienstag. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) geht von einem hybriden Angriff aus. »Das können alles nicht einfach nur Zufälle sein«, sagte Baerbock bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihren Kollegen aus Polen, Frankreich und Italien in Warschau. Der finnische Konzern Cinia hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Unterwasserkabel zwischen der BRD und Finnland durchtrennt sei. Der Defekt sei am Montag festgestellt worden. Laut der schwedischen Regierung wurde zudem ein zweites Unterwasserkabel zwischen Schweden und Litauen beschädigt. (AFP/jW)
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Reinhard Hopp aus Berlin 20. Nov. 2024 um 10:35 UhrDa haben wir ja denn offenbar noch einmal Glück gehabt, dass es sich bei dem Terroranschlag gegen die Bundesrepublik Deutschland im Fall »North Stream 2« wohl scheinbar nicht um einen Sabotageakt gehandelt haben soll; womöglich gar einen unter der Regie der USA und der Duldung deutscher Vasallen durchgeführten(?). Und natürlich weiß man in »kriegsertüchtigten« Kreisen in diesem Fall auch schon sofort, wer denn als einziger Übeltäter nur in Frage kommt. Wir lernen: Nichts scheint klarer als ein klares Feindbild. Bei falschen Freunden ist das schon viel schwieriger.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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