25.10.2004
Heckenscherenschliff
In kommunistischer Tradition: Zur Erinnerung an Werner Seelenbinder trägt ein Berlin-Neuköllner Stadion seit Sonntag wieder seinen Namen
Von Klaus Huhn
Selbst wer behutsam mit dem Begriff »denkwürdig« umzugehen pflegt, dürfte ihn für angemessen halten: Am Sonntag, 12.14 Uhr, wurde am Stadion Neukölln in Berlin ein weithin sichtbares Schild enthüllt: »Werner-Seelenbinder-Sportpark«. 60 Jahre zuvor, fast auf die Stunde genau, war der legendäre deutsche Ringer Werner Seelenbinder in Brandenburg von den Faschisten hingerichtet worden. Mit der Enthüllung endete ein ruhmloses Kapitel des Kalten Krieges.
Am 30. Juli 1...
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