25.10.2004
Neue Bündnisse gegen US-Statthalter in Kabul
Trotz seines von Washington durchgesetzten Wahlsiegs hat Afghanistans Präsident Karsai einen schweren Stand
Von Rainer Rupp
Ursprünglich sollte Hamid Karsai bereits Ende vergangener Woche trotz anhaltender – und berechtigter – Vorwürfe des Abstimmungsbetrugs offiziell als erster »demokratisch gewählter« Präsidenten Afghanistans ausgerufen werden. Aber der Vorsprung des Interimsamtsinhabers schrumpfte, nach den bis zum Wochenende ausgezählten Stimmen liegt Karsai jetzt bei 54,6 Prozent. Damit wäre ihm die für einen Sieg in der ersten Runde nötige Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme ...
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