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Literatur

Fremde Welt

Die Schriftstellerin Samantha Harvey hat den diesjährigen britischen Booker-Literaturpreis gewonnen. Die 49jährige Britin wurde am Dienstag für ihren fünften Roman »Orbital« (Umlaufbahnen) ausgezeichnet. Der Juryvorsitzende Edmund de Waal sagte, dass »jeder und niemand das Thema« des Romans sei, in dem »sechs Astronauten in der Internationalen Raumstation die Erde umkreisen und die Übergänge des Wetters über die Zerbrechlichkeit von Grenzen und Zeitzonen hinweg beobachten«. »Mit ihrer Sprache voller Lyrik und Schärfe macht Harvey unsere Welt für uns fremd und neu«, fuhr er fort. Es sei ein Buch über einen Planeten, der von der unglaublichen Kraft menschlicher Not geformt wurde, über einen grenzenlosen Ort, ohne vom Weltraum aus sichtbare Mauern oder Barrieren.

Der Booker Prize gilt als wichtigster Literaturpreis Großbritanniens und wird für ein englischsprachiges Werk verliehen, das in Großbritannien und Irland verlegt worden ist. Er ist mit 50.000 Pfund Sterling (etwa 60.000 Euro) dotiert. Daneben gibt es auch den International Booker Prize, der in diesem Jahr an die Autorin Jenny Erpenbeck gegangen war. (AFP/dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2024, Seite 11, Feuilleton

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