-
14.11.2024
- → Feuilleton
Erich Kundel gestorben
Am 31. Oktober starb, wie jetzt bekannt wurde, in Eggersdorf bei Berlin der Historiker Erich Kundel. Er wurde 1926 im tschechoslowakischen Ostrava in eine Arbeiterfamilie geboren, absolvierte nach 1945 eine Ausbildung zum Neulehrer und leitete das Institut für Lehrerbildung in Putbus auf Rügen. Später promovierte er am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED mit einer Dissertation über das Gothaer Programm, wurde am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED zum Professor für Geschichte der Arbeiterbewegung berufen und dort Leiter der Marx-Engels-Abteilung. 1977 übernahm er den Vorsitz des Wissenschaftlichen Rates der DDR für Marx-Engels-Forschung und die deutsche Leitung der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Kundel betreute mehrere MEGA-Bände, beschäftigte sich immer wieder mit der Pariser Commune und gab u. a. 1973 den acht‑bändigen Reprint der sozial‑demokratischen Zeitung Der Volksstaat (1869–1876) heraus. Nach 1990 setzte er seine Forschungen fort, gab für die DKP Brandenburg die Roten Kalenderblätter heraus und schrieb für die Zeitschrift Rotfuchs. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!