06.10.2004
»Kein politisches Buch«
Über seinen neuen Roman zum linksradikalen Aktivismus der 70er Jahre in der BRD. Ein Gespräch mit Gerhard Seyfried, Karikaturist und Schriftsteller
Interview: Markus Mohr
F: Im Klappentext heißt es, Sie wären durch Ihre populären Karikaturen »in den siebziger und achtziger Jahren zu einer Ikone der deutschen Linken« geworden. Was heißt das?
Keine Ahnung, das ist Verlagssprache. Die schreiben immer so’n Zeug.
F: Ist Ihnen das nicht peinlich?
Vor zehn oder 20 Jahren wär’ mir das peinlich gewesen, inzwischen nicht mehr.
F: Sehen Sie nicht das Problem, als Individuum aufgewertet und damit von jedem politischen Anspruch entko...
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