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Landesministerium löscht »Antisalafisten«-Video

München. Nach Kritik hat Bayerns Innenministerium ein Kurzvideo als Werbung für eine Kampagne gegen Gefahren durch islamistische Prediger vorerst gestoppt. Der animierte Videoclip – den das Ministerium zunächst auf der Plattform X veröffentlichte, später aber wieder löschte – hatte Rassismusvorwürfe ausgelöst. »Wir nehmen die Kritik an dem Video sehr ernst und haben die Kampagne erst mal gestoppt«, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Das Video hätte aufzeigen sollen, dass salafistische Prediger verstärkt versuchten, »mit auf den ersten Blick harmlos wirkenden Alltagsthemen insbesondere junge Menschen zu ködern und für ihr extremistisches Gedankengut zu gewinnen«. Der Clip solle nun überarbeitet werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.09.2024, Seite 4, Inland

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