05.10.2004
Schweigen in zehn Sprachen
Terézia Mora hat einen Roman über eine Welt geschrieben, in der alle »Die Reise nach Jerusalem« spielen müssen, denn es herrscht Krieg
Von Gabriela Häfner
Mit ihrem Roman »Alle Tage« hat Terézia Mora den Literaturbetrieb ein bißchen in Aufruhr versetzt. Quer durch das Feuilleton finden sich hochlobende Besprechungen, die der 1971 in Ungarn geborenen, seit 1990 in Berlin lebenden Autorin ein ungewöhnliches Schreibtalent attestieren. Zu Recht. Verwundern kann allein, daß manche Kritik ohne einen Schuß Lavendelöl im Badewasser nicht auskam. So wird etwa »ein gottlos-gottvolles Buch über Liebe und die Liebe zur Sprache« (...
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