28.09.2004
»Im Grunde nichts anderes«?
Realismus, Utopie und Selbstkritik: Ein neuer Sammelband mit Peter-von-Oertzen-Schriften anläßlich seines 80. Geburtstages
Von Christoph Jünke
Allzuoft bezeichnet Selbstkritik ein Unterwerfungsritual, das politischen Kontrahenten das persönliche Rückgrat brechen soll. Und doch kann Selbstkritik auch etwas Befreiendes und Produktives sein. Vor allem dann, wenn sie weniger individuell gefaßt wird – als Versuch einer selbstkritischen Bilanz eigener Tätigkeit im Kontext einer historisch gewordenen Bewegung, also auch mit dem Blick nach vorn. Peter von Oertzen ist so ein Mensch, der gezeigt hat, daß »Selbstkrit...
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