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Myanmar: Juntachef wird Interimspräsident

Yangon. In Myanmar hat der Vorsitzende des Militärrats, Min Aung Hlaing, zusätzlich das Amt des Interimspräsidenten übernommen. Der bisher amtierende Präsident Myint Swe müsse sich aus gesundheitlichen Gründen beurlauben lassen, teilte der Militärrat am Dienstag im staatlichen Fernsehen mit. Den Angaben zufolge soll Swe (73) sich schon im April in Singapur in ärztlicher Behandlung befunden haben. Er sei derzeit nicht mehr in der Lage, seinen Pflichten nachzukommen, hieß es. Das Präsidentenamt in Myanmar hat vor allem repräsentativen Charakter, aber mit Swe – der die Dekrete der Junta absegnen musste – verlieh sich die Militärregierung bisher Legitimität. Ende Juli läuft auch der Ausnahmezustand ab, den die Generäle nach ihrem Putsch vom 1. Februar 2021 immer wieder verlängert hatten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2024, Seite 7, Ausland

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