Zum Inhalt der Seite

Iran exekutiert zwei Afghanen öffentlich

Teheran. Irans Justiz hat zwei Männer in der Öffentlichkeit hinrichten lassen. Die Exekution erfolgte am Sonnabend in der Millionenstadt Schiras, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Die beiden Afghanen waren als mutmaßliche Hintermänner eines Terroranschlags in der Metropole zum Tod verurteilt worden. Hintergrund ist ein bewaffneter Angriff auf eine schiitische Moschee in Schiras Ende Oktober. Die beiden Afghanen Mohammed Rames Raschidi und Naim Haschem Ghotali waren als Hintermänner wegen »Korruption auf Erden« und »bewaffneter Rebellion« zum Tod verurteilt worden. Der Iran macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Angriff mit mehr als 13 Toten verantwortlich. Vier weitere Männer wurden in dem Prozess angeklagt. Menschenrechtsorganisationen beklagten ein unfaires und politisches Verfahren gegen die beiden Afghanen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2023, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!