Zum Inhalt der Seite

Döpfner bittet um »Entschuldigung«

Berlin. Der mit Rücktrittsforderungen konfrontierte Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hat nach dem Bekanntwerden seiner abfälligen Äußerungen etwa über Ostdeutsche öffentlich um Entschuldigung gebeten. In einem am Samstag abend auf der Bild-Webseite veröffentlichten Beitrag »in eigener Sache« schrieb Döpfner: »Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich mit meinen Worten viele gekränkt, verunsichert oder verletzt habe.« Der Beitrag erschien auch in Bild am Sonntag. Die Zeit hatte am Donnerstag über interne Nachrichten aus dem engsten Führungskreis des Medienkonzerns berichtet. In seiner »Entschuldigung« schrieb Döpfner nun: »Der Ärger darüber, dass in Thüringen und anderswo so viele entweder Linke oder AfD wählen, verleitete mich zur polemischen Übertreibung.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2023, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!