10.05.2004
Eine »Demokratie« genannte Ordnung
Indien zu Zeiten der Parlamentswahlen. Aus einem Aufsatz der Schriftstellerin Arundhati Roy (Teil 1)
Von Hilmar König, Neu-Delhi
Wie es ihre Hausmarke ist, hat die indische Schriftstellerin Arundhati Roy wieder höchst kritisch Stellung genommen zu aktuellen politischen Geschehnissen in ihrem Land und zu deren Hintergründen. Was die politischen Parteien versäumt haben – ein komplexes, realistisches Bild von der Gesellschaft zu zeichnen –, findet sich in den Ausführungen der Autorin, die deshalb von besonderem Wert sind, weil sich Indien - im Selbstporträt die »größte und dynamischste Demokrati...
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