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Grünheide: Tesla darf Grundwasser kontrollieren

Grünheide. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat dem US-Autobauer Tesla die alleinige Kontrolle des Grundwassers unter der »Gigafactory« in Grünheide übertragen – obwohl die Fabrik in einem Trinkwasserschutzgebiet steht. Das geht aus einem Dokument hervor, über das Stern und RTL am Dienstag berichteten. Ursprünglich sah die Betriebsgenehmigung der Tesla-Fabrik aus dem März 2022 vor, dass der regionale Wasserversorger, der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), »in alle grundwasserrelevanten Fragestellungen einzubeziehen« sei. Diese Klausel habe das Brandenburger Landesamt für Umwelt aber bereits im November 2022 ersatzlos gestrichen, wie Stern und RTL nun berichteten. »Dass die Behörden klammheimlich jegliche Kontrolle an Tesla abgegeben haben, ohne uns oder die Öffentlichkeit zu informieren, ist ein handfester Skandal«, sagte WSE-Chef André Bähler. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2023, Seite 1, Inland

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