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Feldmann plädiert auf Freispruch

Frankfurt am Main. Im Prozess um den Verdacht der Vorteilsannahme hat der abgewählte Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) seine Unschuld beteuert. »Ich habe in keine Kasse gegriffen, und ich bin nicht korrupt«, sagte der 64jährige am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt am Main in seinem letzten Wort. Er hoffe auf einen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 31.500 Euro verlangt. Das Urteil wird am Freitag verkündet. Im Zentrum des Verfahrens steht ein überbezahlter Job der damaligen Freundin Feldmanns an der Spitze einer Kita der Arbeiterwohlfahrt. Der Sozialdemokrat war im November nach einer vom Immobilienkapital gesponsorten Kampagne mittels Bürgerentscheid abgewählt worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2022, Seite 4, Inland

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  • Onlineabonnent*in Reinhold Hinzmann aus Niederselters/Taunus 21. Dez. 2022 um 22:14 Uhr
    Wenn ich lese, welch absurde Vorwürfe zur Anklage führten, kann ich nur hoffen, dass Feldmann freigesprochen wird. Doch widerlich finde ich, welch ganz große Koalition die Kampagne gegen Peter Feldmann führte: CDU-Grüne-AfD-FDP-»Bürger für Frankfurt«-SPD-Volt. Und zu einer klaren Distanzierung von dieser Kampagne konnte sich Die Linke im Stadtparlament auch nicht durchringen; sie enthielten sich der Stimme. Ich habe Peter Feldmann einige Male auf Veranstaltungen erlebt; sei es der Antikriegstag, der 1. Mai oder seine Rede vor einigen Jahren bei einer Veranstaltung der VVN-BdA Frankfurt. Und was er dort gesagt hatte, war überzeugend. Und der Wahlsieg bei der letzten OB-Wahl sprach eindeutig für ihn.
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