24.03.2004
Weithin akzeptiertes Unrecht
Neue Studie dokumentiert Organisation und Alltag der Zwangsarbeit in der Lüneburger Heide
Von Reinhard Rohde
Mehr als 60000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hielten in der Lüneburger Heide zwischen 1939 und 1945 die Kriegswirtschaft aufrecht. Die Beschäftigung von verschleppten Polen und sogenannten »Ostarbeitern« war damit in den für die Region zwischen Elbe und Aller »kriegswichtigsten« Branchen, nämlich der Landwirtschaft und der Rüstungsindustrie, im reichsweiten Vergleich überdurchschnittlich. Der Kieler Historiker Nils Köhler untersucht in einem neu erschienene...
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