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Diskriminierung: Google will sich freikaufen

San Francisco. Der US-Megakonzern Google will 118 Millionen US-Dollar zahlen, um eine Sammelklage wegen Gehaltsdiskriminierung von Frauen in den USA beizulegen. Die Parteien seien sich »nach fast fünf Jahren Verfahren einig« gewesen, dass die Beilegung »ohne jegliches Eingeständnis« von Schuld »im besten Sinne aller« ist, erklärte ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Die Einigung decke etwa 15.500 Frauen ab, die seit 2013 im US-Bundesstaat Kalifornien für den Konzern gearbeitet haben. Neben der Zahlung stimmte Google auch einer unabhängigen Prüfung seiner Einstellungs- und Vergütungspraxis zu. Die Vereinbarung muss noch gerichtlich genehmigt werden. Ehemalige Mitarbeiterinnen hatten 2017 vor einem Gericht in San Francisco gegen Google geklagt. Sie waren der Ansicht, dass der Konzern Frauen in gleichwertigen Positionen weniger bezahlt hatte als Männern. Auch soll Google Frauen bei gleicher Erfahrung und Qualifikation auf niedrigeren Gehaltsstufen eingeordnet haben als Männer, weil sich das Unternehmen an den früheren Gehältern der Mitarbeiter orientierte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2022, Seite 15, Feminismus

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