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Frankreich: Polizei hindert 600 Migranten an Fahrt über Ärmelkanal

Foto: Francois Lo Presti/AFP/dpa
Schlauchboot, Schwimmwesten und andere Überreste liegen zurückgelassen auf einer Sanddüne am Strand von Wimereux in Nordfrankreich (20.12.2021)

Calais. Die Polizei in Nordfrankreich hat am zurückliegenden Wochenende mehr als 600 Menschen an der verbotenen Überfahrt über den Ärmelkanal nach Großbritannien gehindert. Elf sogenannte Schleuser seien festgenommen worden, teilte die französische Nationalpolizei am Dienstag in Calais mit. Außerdem seien Boote sowie für die Überfahrten bestimmte Ausrüstung beschlagnahmt worden.

Wie die maritime Präfektur mitteilte, seien in der Nacht von Freitag auf Sonnabend 72 Migranten aus Seenot gerettet worden, als sie mit ihren kleinen Booten auf dem Weg Richtung Großbritannien fuhren. Rettungsschiffe brachten sie demnach in den Hafen von Boulogne-sur-Mer. Mehr als 28.500 Menschen überquerten nach Zahlen des britischen Innenministeriums im vergangenen Jahr auf kleinen Booten den Ärmelkanal Richtung Großbritannien. 2020 kamen den Angaben zufolge knapp 8.500 Menschen über den Ärmelkanal, 2019 lediglich rund 1.800. Mehr als 8.600 Migrantinnen und Migranten seien von französischen Einsatzkräften im vergangenen Jahr aus Seenot gerettet worden. (dpa/jW)

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Erschienen am 20.04.2022, Ausland

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