20.01.2004
Mitten im Krieg
Nach der Roy-Rede: Was macht eigentlich die Zivilgesellschaft?
Von Alexander Reich / Christof Meueler
Wir »müssen uns als im Krieg befindlich betrachten«, sagte die indische Schriftstellerin Arundhati Roy in ihrer Rede auf dem Weltsozialforum in Mumbai (siehe Thema-Beitrag). Die Zivilgesellschaft, von der das linksliberale Bürgertum so gerne schwadroniert, ist in Wahrheit eine Kriegsgesellschaft. Das wurde spätestens beim NATO-Krieg gegen Jugoslawien klar, aktuell kann man das im US-besetzten Irak bemerken; für Roy kulminieren dort Imperialismus und Neoliberalismus....
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