22.02.2022
Riechen
Von Helmut Höge
Der Geruchssinn ist der Sinn der Extreme. Als Sinn der Lust, der Begierde, der Triebhaftigkeit trägt das Riechorgan den Stempel der Animalität. Die Unfähigkeit, Geruchsempfindungen sprachlich auszudrücken, würde den Menschen, wenn dieser Sinn vorherrschte, zu einem an die Außenwelt gefesselten Wesen machen. Wegen ihrer Flüchtigkeit könne die Geruchsempfindung niemals ein dauerhafter Anreiz für das Denken sein. Die Schärfe des Geruchssinns stehe im umgekehrten Verhäl...
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