24.12.2003
»Santa, bring me a man«
Schenken nach Tauschprinzip: Heiligabend als Fest der Konkurrenz, Gier, Eifersucht, Enttäuschung und kulturellen Inkompetenz
Von Andreas Hahn
Die durch und durch terroristische Natur der dunkelsten Woche des Jahres zeigt sich schon am Zwangscharakter der Geschenkkultur. Plötzlich ist das TV voller Parfümwerbung, die sich den Rest des Jahres doch meist auf den angemesseneren, ohnehin hübsch giftig duftenden Seiten der Modemagazine findet. Das exklusive Parfüm überdeckt die Einfallslosigkeit mit Signalen von Kostbarkeit, Luxus und erotischer Attraktion, Signalen der vorgefertigten Phantasie. Obwohl an sich ...
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