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Daimler-Betriebsrat auf Rohstoffsuche

Gaggenau. Der weltweite Mangel an Halbleitern löst nach Einschätzung von Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht tiefgreifende Veränderungen in der Automobilindus­trie aus. »Die Fahrzeughersteller werden künftig selbst Rohstoffe und Schlüsselkomponenten direkt beim jeweiligen Lieferanten einkaufen und sich nicht mehr allein auf die großen Zulieferer als Systemlieferanten verlassen«, zitierte die Nachrichtenagentur dpa Brecht am Sonntag.

Die sogenannte Chipkrise sorgt in der Branche weltweit für Verzögerungen und Produktionseinschränkungen. »Wir von den Arbeitnehmervertretern fragen uns schon: Die gesamte Autobranche baut erheblich weniger Autos als vor der Pandemie. Wo gehen die Chips hin?« so Brecht, der auch Vizeaufsichtsratschef des Stuttgarter Herstellers ist. Es gebe mitunter in der Produktion sehr kurzfristige Ansagen, ob diese Bauteile verfügbar seien oder nicht. »Die Kolleginnen und Kollegen draußen verstehen das nicht mehr«, so der Gesamtbetriebsratschef weiter und verwies auf die hervorragende Auftragslage des Konzerns: »Wir hätten Arbeit ohne Ende, die Auftragsbücher sind voll. Wir könnten die Wochenenden durcharbeiten und Leute einstellen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2021, Seite 9, Kapital & Arbeit

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