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Folterer behindert Kooperation nicht

Berlin. Das Auswärtige Amt sieht die Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Polizeiorganisation Interpol trotz des neuen Präsidenten nicht gefährdet. »Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zusammenarbeit im Rahmen von Interpol mit den neu gewählten Repräsentanten auf der Grundlage von Rechtsstaatlichkeit und Transparenz weitergeführt wird«, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums am Freitag in Berlin. Zuvor hatte es scharfe Kritik und Foltervorwürfe gegen den neuen Interpol-Präsidenten Ahmed Al-Raisi gegeben. Al-Raisi, ein hoher Polizeioffizier aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurde am Donnerstag bei einer Vollversammlung der 195 Interpol-Mitgliedstaaten für vier Jahre gewählt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.11.2021, Seite 4, Inland

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