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11.11.20211 Leserbrief
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Opioidkrise: Urteil gegen US-Konzern aufgehoben
New York. Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Oklahoma hat am Dienstag (Ortszeit) ein historisches Urteil zur Rolle des Pharmakonzerns Johnson & Johnson in der Opioidkrise aufgehoben. Ein Richter hatte das Unternehmen 2019 zu einer Geldstrafe in Höhe von 465 Millionen US-Dollar (rund 400 Millionen Euro) verklagt, weil der Konzern aufgrund des »irreführenden« Marketings zu süchtig machenden Schmerzmitteln eine Mitschuld an der Verbreitung von Opioiden trage. Das Oberste Gericht von Oklahoma befand nun, dass der Richter sich nicht auf den Paragraphen zum »öffentlichen Ärgernis« hätte stützen dürfen. (AFP/jW)
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Matthias Winkler 16. Nov. 2021 um 11:47 UhrBin mir nicht sicher, ob das Folgende bekannt ist: Für den Impfstoff Johnson and Johnson galt bisher, dass nur eine Impfung benötigt wird. Das gilt laut Aussage einer Ärztin seit dem 10. Oktober nicht mehr. Angeblich gibt es dafür eine Verordnung. Es ist also eine zweite Impfung nötig. Wir sprechen hier nicht von einer Boosterimpfung. Mir war das bis dato nicht bekannt, und ich gehe mal davon aus, dass das nicht nur für mich gilt. Eine Recherche dahingehend und eine entsprechende Information an Ihre Leserschaft wäre da meines Erachtens wohl zu empfehlen. Also die nächste Abzocke durch die Pharmaindustrie. Um mit den Worten von Otto Waalkes zu sprechen: »Bisher verdienten wir uns nur dämlich, ab heute verdienen wir uns dumm und dämlich.«
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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