Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Gegründet 1947 Freitag, 22. Oktober 2021, Nr. 246
Die junge Welt wird von 2589 GenossInnen herausgegeben
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder > Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Kauf im Kiez! Zum jW-Kioskfinder >
Aus: Ausgabe vom 27.09.2021, Seite 6 / Ausland
Venezolanische Migranten

Rassistische Gewalt in Chile

awd.jpg

Iquique. Die Vereinten Nationen haben rassistische Attacken am Rande einer fremdenfeindlichen Demonstration in der nordchilenischen Stadt Iquique verurteilt. Nach der Räumung eines Camps von Migranten hatten Demonstranten dort am Sonnabend deren Habseligkeiten verbrannt. »Das ist eine unangemessene Demütigung von besonders schutzbedürftigen Migranten, die sie in ihrer Intimsphäre betrifft«, schrieb der UN-Sonderberichterstatter für Migration, Felipe González, am Sonnabend auf Twitter. »Der fremdenfeindliche Diskurs, der Migration mit Kriminalität gleichsetzt und in Chile leider immer häufiger zu beobachten ist, nährt diese Art von Barbarei.«

Zuvor hatte die Polizei ein Lager von Venezolanern auf einem zentralen Platz in Iquique geräumt. In der Region im Norden von Chile waren in den vergangenen Wochen Tausende Migranten eingetroffen. Viele von ihnen lebten bereits seit Jahren in anderen Ländern, gerieten wegen der Coronapandemie allerdings in wirtschaftliche Schwierigkeiten und zogen deshalb weiter. (dpa/jW)

Teste die beste linke, überregionale Tageszeitung. Jetzt an deinem Kiosk!

Die Tageszeitung junge Welt beschreibt in ihrer Berichterstattung die Ausbeutungs- und Machtverhältnisse klar und deutlich. Für alle, die sie verstehen wollen, lohnt sich der Gang zum Kiosk und ein Blick in die  junge Welt!

Mehr aus: Ausland