23.10.2003
Zickezackig
Schwermutfördernd oder hochalbern? Es meldet sich Thomas Bernhard
Von Richard Oehmann
Es ist nicht so wie bei Heinrich Böll. Als Beweisstück sei hier die CD »Haus ohne Hüter« genannt: Wenn die Geißel der Gymnasiasten seine semisakrale Reinspür-Prosa liest, kann kein Mensch zuhören. Böll klingt, wie er schreibt, nämlich trantütig bis komatös. Eine Wonne ist es, im Vergleich dazu dem angeblich viel deprimierenderen Thomas Bernhard zuzuhören. Auf dem Doppelalbum »Ereignisse« sind nun verschiedene Aufnahmen Bernhards neu veröffentlicht, überwiegend Lesun...
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