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08.07.2021
Literatur

Täter, Opfer oder was?

Anja Hirsch zieht in ihrem Debütroman alle Register der Erinnerungsliteratur

Von Werner Jung
Es gab während der 70er und 80er Jahre eine leicht erklärliche Mode in der Literatur der alten Bundesrepublik: sogenannte Väter- und Mütterbücher. In ihnen wollte eine nachwachsende Generation verstehen lernen, wie sich ihre Mütter und Väter, aber auch die Generation der Großeltern im Faschismus verhalten hatten. Täter, ­Opfer, Mitläufer – oder was? Es entstanden dabei zum Teil herausragende Romane, etwa Ludwig Harigs »Ordnung ist das ganze Leben« oder Ruth Rehmanns...

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