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Kardinal Marx bietet Papst Rücktritt an

München. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, hat dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche seinen Rücktritt angeboten. Marx habe Papst Franziskus in einem Brief vom 21. Mai gebeten, seinen Verzicht auf das Amt anzunehmen und »über seine weitere Verwendung zu entscheiden«, teilte das Bistum am Freitag mit. Im Kern gehe es darum, »Mitverantwortung zu tragen für die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs durch Amtsträger der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten«, schrieb Marx. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.06.2021, Seite 4, Inland

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  • Klaus P. Jaworek 11. Juni 2021 um 17:59 Uhr
    Reinhard Kardinal Marx, seit 2008 Erzbischof von München und Freising, hat seine Nase gestrichen voll! Er will demnächst seine sieben Sachen packen, um sich aus dem katholischen Staub, besser aus dem katholischen Sumpfgebiet zu entfernen. Kardinal Marx scheint einer der wenigen hochrangigen katholischen Würdenträger zu sein, der keinen katholischen Schlussstrich unter das Thema Missbrauch ziehen will, er wünscht sich eine lückenlose und »saubere« Aufklärung. Ein ewiges »weiter so« wie bisher, das ist nicht sein Ding! Rainer Maria Kardinal Woelki, der Erzbischof von Köln, der muss nun um seinen katholischen Chefposten fürchtet. Einen Rücktritt lehnt er strickt ab, deshalb hetzt ihm der Heilige Vater und Bischof von Rom, Papst Franziskus, die katholischen »Bullenx auf den Hals. Ob und wie es mit dieser katholischen »Vertuscherei« weitergehen soll, das wird/könnte sich bald zeigen; oder!
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