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Aus: Ausgabe vom 25.02.2021, Seite 1 / Ausland
Kampf gegen Pandemie

Erster Impfstoff aus Solidarfonds

Ghana erhält Vakzinlieferung über UN-Initiative Covax. Freude, aber nur ein kleiner Schritt
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Erste Vakzinlieferung aus internationalem Solidarfonds erreicht die ghanaische Hauptstadt Accra am Mittwoch

Ghana hat als erstes Land eine Lieferung von Coronaimpfstoffen durch die internationale Initiative Covax erhalten. Am Flughafen der Hauptstadt Accra landete am Mittwoch ein Flugzeug mit 600.000 Dosen des Impfstoffes von Astra-Zeneca, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk UNICEF mitteilten. Covax will in der ersten Jahreshälfte mehr als 337 Millionen Coronaimpfstoffdosen in rund 145 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verteilen.

Die Astra-Zeneca-Impfdosen wurden vom weltgrößten Vakzinhersteller Serum Institute of India produziert und am Flughafen von einer Regierungsdelegation in Empfang genommen. In Ghana sollen nach Angaben von Informationsminister Kojo Oppong Nkrumah Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Menschen über 60 Jahre und Vorerkrankte als erste geimpft werden. Bis zum Jahresende soll das Land mit knapp 31 Millionen Einwohnern insgesamt rund 2,4 Millionen Impfdosen von Covax erhalten. »Wir freuen uns, dass Ghana das erste Land ist, das die Coronaimpfstoffe von Covax erhält«, erklärte UNICEF. Damit könne nun »die nächste Phase« im Kampf gegen Corona beginnen, erklärte Exekutivdirektorin Henrietta Fore. »Endlich!« schrieb WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus im Onlinedienst Twitter. Die erste Covax-Lieferung sei ein Grund zum Feiern, aber trotz allem nur ein »erster Schritt«.

Die Covax-Initiative setzt sich für eine faire weltweite Verteilung der Coronavakzine ein. Geleitet wird Covax gemeinsam von der WHO, der Impf­allianz GAVI und dem Bündnis CEPI zur Impfstofforschung. Etwa 190 Länder haben sich der Initiative angeschlossen, darunter 92 mit niedrigem und mittlerem Einkommen wie Indien, Nigeria, Pakistan und Vietnam. Covax will sicherstellen, dass noch in diesem Jahr in jedem Land – egal, ob reich oder arm – die am stärksten gefährdeten 20 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft werden können. Die Initiative schloss mit mehreren Herstellern Verträge über zwei Milliarden Impfdosen ab und sicherte sich Optionen auf eine weitere Milliarde – noch bevor die Vakzine zugelassen wurden. (AFP/jW)

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