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05.09.2003

Höllenspiel

Manfred Wekwerth inszenierte im Dom zu Halle Marlowes »Faust«

Von Arnold Schölzel
Christopher Marlowe (1564–1593) mochte die römisch-katholische Kirche nicht, eventuell überhaupt keine. Berichtet wird, er sei ein »polizeibekannter Atheist« gewesen – das war im 16. Jahrhundert eine lebensverkürzende Einstellung. In der »Tragischen Geschichte vom Leben und Tod des Doktor Faustus« (1588/89) läßt Marlowe Faust und Mephisto u. a. in den Vatikan eindringen und einen der seinerzeit öfter auftretenden Gegenpäpste, der gerade per Scheiterhaufen oder sonst...

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