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Moskau wirbt für Verlängerung von atomarem Abrüstungsvertrag

Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Moskau bietet abermals Dialog über Abrüstung an: Außenminister Sergej Lawrow bei einer Pressekonferenz

Moskau. Russland hat dem neuen US-Präsidenten Joseph Biden eine Verlängerung des letzten großen Abkommens über die atomare Abrüstung beider Länder angeboten. »Wir vertrauen darauf, dass die neue US-Regierung im Dialog mit uns eine konstruktivere Haltung einnehmen wird«, teilte das Außenministerium unmittelbar nach Bidens Vereidigung am Mittwoch abend in Moskau mit. Die Verhandlungslinie des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump sei aggressiv und kontraproduktiv gewesen.

Laut Moskau sollte der sogenannte Start-Vertrag um fünf Jahre ohne Vorbedingungen verlängert werden. »Das würde es Russland und den Vereinigten Staaten ermöglichen, ernsthaft gemeinsam nach Antworten auf die Fragen zu suchen, die sich jetzt im Bereich der internationalen Sicherheit und der strategischen Stabilität stellen.« Das Abkommen läuft in gut zwei Wochen aus. Russland sei bereit für eine Zusammenarbeit nach den Grundsätzen der Gleichheit und der gegenseitigen Berücksichtigung von Interessen, hieß es. Der »New-Start-Vertrag« begrenzt die Nukleararsenale beider Länder auf je 800 Trägersysteme und je 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. (dpa/jW)

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Erschienen am 21.01.2021, Ausland

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