21.08.2003
Synästhetisch
Filmmusik aus dem Rechenzentrum: »Director’s Cut«
Von Dietmar Kammerer
Das Etikett »Director’s Cut« – die endgültige Filmschnittfassung des Regisseurs im Gegensatz zu der des Produzenten – hat in den letzten Jahren auf seltsame Weise Karriere gemacht: Einerseits stand es für den Sieg der künstlerischen Autonomie über die profitorientierten Ansprüche des Mainstreams, andererseits wurde es inflationär zur schamlosen Rechtfertigung noch der x-ten Neuverwurstung von Filmen gebraucht. Mit dem angeblich unbestechlichen »Gütesiegel Kunst« wur...
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