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Frankreich dehnt Ausgangssperre aus und stellt neue Corona-App vor

Foto: Ludovic Marin, Pool via AP
Scheint sich zu wundern, dass die bisherigen Maßnahmen nicht wirken und verhängt noch mehr Ausgangssperren: Der französische Premierminister Jean Castex in Paris (15.10.2020)

Paris. Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes aus. Insgesamt seien ab Sonnabend 46 Millionen Menschen davon betroffen, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Die Ausgangssperre gelte dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. »Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich«, warnte Castex und drohte zugleich mit noch schärferen Maßnahmen. Am Wochenende wurden binnen 24 Stunden 32.000 Neuinfektionen gemeldet – ein neuer Spitzenwert.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt bereits eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Frankreich stellte am Donnerstag außerdem seine neue Anti-Corona-App »TousAntiCovid« vor. Die Vorgängerversion »StopCovid« war ein Flop. (dpa/jW)

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Erschienen am 23.10.2020, Ausland

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