25.07.2003
Guerra urbana und kein Ende
Rio de Janeiros Banden terrorisieren Millionen Slumbewohner – auch im Interesse der Machteliten
Von Klaus Hart
Rio in diesen Tagen. Szene eins: Über ein Dutzend großer schwarzer Geier sitzen auf den Leichen zweier Männer, hacken mit ihren Schnäbeln Fleischstücke aus dem stinkenden menschlichen Aas, das bei Tropenhitze bereits vier Tage auf einem Slumweg Rio de Janeiros liegt. Tageszeitungen bringen davon Farbfotos, zitieren einen Anwohner: »Das ist hier normal«. Szene zwei: Die den Fubà-Slum beherrschende Bandenmiliz verurteilt einen mutmaßlichen Vergewaltiger zum Tode, verb...
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